Genauigkeit war gefragt

CWM2018

Reisbach. (ob) Es ist zwar kein reiner Lernstoff laut Plan, aber doch interessant, dass ein Haar eine Dicke von 0,05 Millimetern im Schnitt aufweist. Dabei sind Frauenhaare in der Regel etwas dicker, Männerhaare etwas dünner. Und mit dieser Zahl ist es halb so dick wie ein Blatt Papier. Fragt man die Siebtklässler der Maximus-von-Imhof-Mittelschule danach, so können sie darüber Auskunft geben.

Schließlich wurden diese und andere Tatsachen am Dienstag von ihnen ermittelt. Das nicht im regulären Unterricht, sondern im Rahmen des Projektes „Come with ME“ des bayerischen Metall- und Elektrohandwerks. Der Ausbilder für technische Berufe Josef Huber war mit sechs Auszubildenden im zweiten Lehrjahr von der Firma Mann und Hummel aus Marklkofen bei den beiden Klassen zu Gast.

Nachdem die Schule und das Unternehmen ohnehin eng kooperieren und auch im Rahmen dieses Projektes zusammenarbeiten, war nun Messen, Messwerkzeuge und die Bedeutung der Messgenauigkeit als ein weiteres Modul an der Tagesordnung. So konnten die externen Unterrichtsgestalter ihre Fachkompetenz weitergeben und nebenbei die Schülerinnen und Schülern auch ein Stück weit bei der aktiven Berufsfindung unterstützen.

Die Siebtklässler waren mit Konzentration und Elan bei der Sache, als sie mit den Spezialwerkzeugen aus dem Betrieb wie Digital-Messschieber, Bügelmessschraube, Lehren, Prüflehren und anderem mehr hantieren durften, schließlich kommt man in der Regel beim Hausgebrauch kaum über einen Meterstab hinaus, der im übrigen auch zum Einsatz kam.

Mit den Werkzeugen, dem nötigen Know-How und der fachkundigen Unterstützung wurden, jeweils aufgeteilt in Kleingruppen, Aluteile, Flachstahl mit Bohrungen, Filterprodukte der Firma und anderes mehr gemessen. Auch die Sinne wurden geschult, als man vor dem Messen Schätzungen vornahm. An verschiedenen Stationen wurden die Übungsbeispiele vom Groben zum Feinen durchgeführt. Dabei erfuhren die Schülerinnen und Schüler die Bedeutung der Messgenauigkeit bis zum Tausendstel Millimeter-Bereich. Sie prägt schließlich auch die Qualität des Produkts entscheidend.

Mit dem Messen wurde deutlich, was in den technischen Berufen gefordert wird. Wie Josef Huber betonte, ist das Messen gerade in diesem Sektor sozusagen täglich Brot und gehört zur häufig wiederkehrenden Tätigkeit.

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Mit Konzentration machten sich die Siebtklässler ans Messen.