Auswertung vor dem Volksfest

Eine Jury bewertete originell gestaltete Taferl

 Taferljury01

Reisbach. (ob) Beim heurigen Volksfest lebt eine alte Tradition auf, wenn am Montag, 9. Juli, der große Kinderumzug von der Mittelschule Reisbach über den Mitterweg zum Volksfestplatz führt. Im Vorfeld fand ein Taferlwettbewerb statt. Nun sah sich die Jury am Donnerstag vor der schwierigen Aufgabe, die allseits gelungenen und ideenreichen Arbeiten zu bewerten

.

Dazu begrüßte Erster Bürgermeister Rolf-Peter Holzleitner die Lehrerinnen aus der Grund- und Mittelschule mit Rektorin Claudia Richwald und Schulleiterin Martina Huber. Auch die Kindergärten St. Michael und St. Wolfsindis waren mit Leiterin Hannelore Eidinger und weiteren Fachkräften vertreten. Ebenso nahm sich Festwirt Markus Kaiser Zeit. Der Bürgermeister hatte ein altes Fotoalbum mit dabei, in dem zu sehen war, dass bereits 1931 und 1934 Kinderumzüge stattfanden. Die Leiterin des Kulturamtes Daniela Willinger, welche maßgeblich an der Organisation des Volksfests mitwirkt, hatte schon länger diese Idee, die heuer zur Umsetzung kam. Erst im letzten Jahr traf man sich an selber Stelle zur Auswertung des Kinderwettbewerbes und wer dachte, die Aufgabe würde heuer leichter werden, konnte sich beim Blick auf die toll bemalten und gestalteten Holztafeln, die Bauhofmitarbeiter Christian Gschaider anfertigte, schnell eines Besseren belehren lassen. Ein Dank galt den Lehrerinnen und Erzieherinnen, dass sie die Aktion mit den Kindern unterstützten, obwohl sie auch schon im letzten Jahr gefordert waren. Allerdings war unschwer zu erkennen, dass die Buben und Mädchen mit großer Euphorie ans Werk gingen. Es wurde so viel Liebe hineingesteckt, dass jede Arbeit für sich ein Kunstwerk sei. Ein abschließender Dank galt Daniela Willinger für die tolle Vorarbeit, ehe die Jury ihres Amtes waltete und Punkte in Form von „Herzerl“ für die schönsten Tafeln verteilte. Da wurden Volksfestthemen aufgegriffen.

Manche gestalteten ihre Gruppennamen kunst- und phantasievoll, wieder andere brachten die Bayerische Heimat mit Farben auf die freie Fläche. Hier und dort kamen zusätzliche Gestaltungselemente zum Einsatz. Und so entstand ein buntes Potpourri von 32 Tafeln, nachdem die Kinderkrippe „Haus der kleinen Freunde“ drei Tafeln, die beiden Kindergärten je fünf, die Grundschule (Reisbach und Oberhausen) elf und die Mittelschule acht Schilder zur Bewertung abgab. Fest stand im Vorfeld, dass es Gruppengeschenke und Geldpreise gibt, pro Kita je einen, pro Schule je zwei Preise. Schnell fiel die Entscheidung, zusätzlich vier Sonderpreise zu vergeben und kurzentschlossen spendierte Festwirt Markus Kaiser für alle weiteren Tafeln Trostpreise, so dass alle Arbeiten honoriert werden können und niemand leer ausgeht.

Wer letztendlich welchen Preis erhält, wird am Volksfestmontag, bekannt gegeben. Bis dahin sind die Ergebnisse noch unter Verschluss. Um 13 Uhr setzt sich der Kinderauszug in Bewegung. Dafür werden die Schilder auch benötigt, hinter denen die Gruppen und Klassen her marschieren. Möglich wären über 600 Teilnehmer, wobei jedes Kind mit einer Aufmerksamkeit beschenkt wird.

Daniela Willinger erörterte, dass der Kinderauszug mit Hilfe der Feuerwehr Reisbach, den Erzieherinnen, Lehrern und Mitarbeiterinnen der Mittagsbetreuung organisiert wird, damit die Zugaufstellung reibungslos verläuft. Mit den Trommlern der FF Reisbach geht’s dann von der Schulstraße über den Mitterweg zum Festzelt. Hier findet um 14 Uhr die Preisverleihung statt.

Nach dem Volksfest werden die Tafeln in den jeweiligen Einrichtungen bis zum Schuljahresende ausgestellt, nachdem sie bis dahin auch die anderen Kinder und die Eltern noch nicht zu sehen bekamen.

 Taferljury01Foto:

Die Jury war voll des Lobes für die gelungenen Arbeiten.

Taferljury02

Die jungen Künstler legten allerhand Ideenreichtum an den Tag.