Ein bedeutendes Etappenziel erreicht

41 Mittelschüler feierten in Reisbach ihre Abschlussfeier

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Reisbach. (ob) Ein bedeutender Lebensabschnitt ging am Donnerstag für 41 Neuntklässler an der Maximus-von-Imhof-Mittelschule offiziell zu Ende. Grund zur Freude und zum feiern. Mit Kirchgang, Festakt mit Verabschiedung und Abschlussball wurde dem Anlass gebührend Rechnung getragen. In diesem Rahmen fand auch die Überreichung der Abschlusszeugnisse statt und die besondere Auszeichnung der zehn Schüler, die eine „Eins“ vor dem Komma erreichten.

EF2018 02Entlassschüler, deren Familien und Ehrengäste versammelten sich zunächst in der Pfarrkirche St. Michael, um mit Pfarrer Peter Neugebauer und Diakon Werner Aigner einen Wortgottesdienst zu feiern, ehe die Entlassfeier in der Schulaula mit einem Stehempfang durch den Elternbeirat eingeleitet wurde. Maria Huber, welche die Stunde mit dem Keyboard musikalisch begleitete, eröffnete das Kommende mit „The Final Countdown“, ehe Rektorin Martina Huber ans Mikrophon trat. „Geschafft, die Schulzeit ist vorbei“. Aus diesem Grund fanden sich zahlreiche Gäste ein, von denen sie viele namentlich begrüßte, unter ihnen Diakon Werner Aigner, die Bürgermeister Rolf-Peter Holzleitner aus Reisbach und Herbert Sporrer aus Simbach, Altbürgermeister Sepp Steinberger, den Elternbeirat mit Vorsitzenden Heinz Zach, Fördervereinsvorsitzenden Andreas Steinberger sowie die Kollegen und Mitarbeiter im Ruhestand mit der früheren Rektorin Thea Schweikl.

Erster Bürgermeister Herbert Sporrer stellte fest, dass die Entlassschüler ebenso lachen können wie die Sonne draußen. Nun steigen sie überwiegend in die Arbeitswelt ein und freuen sich sicher auf die neuen Aufgaben. Später werde man feststellen, dass die Schule zu den schönsten Jahren im Leben gehöre. Jetzt warten ganz andere Herausforderungen und auch das Lernen nehme kein Ende. Die Berufschancen seien momentan hervorragend. Vom „Finale Countdown“, so Erster Bürgermeister Rolf-Peter Holzleitner, könne keine Rede sein. „Das Leben ist voller Überraschungen“. Er wünschte den scheidenden Neuntklässlern, dass sie in die Welt gehen mit dem, was sie hier erlernten, wozu auch Zusammenhalt gehöre. Es sei wichtig, sein Leben in die Hand zu nehmen und etwas daraus zu machen. Und er gab ihnen auf den Weg, das Lachen zu behalten und die Menschen so zu akzeptieren, wie man sie antreffe. Für Heinz Zach war es sehr bewegend, die jungen Menschen in den feschen Kleidern zu sehen. Er ging auf die verschiedenen Epochen ein, die man als Eltern mit den Kindern erlebe mit allen Höhen und Tiefen. Aber, sie seien stolz auf das, was ihre Söhne und Töchter erreichten. Es folgen nun neue Betätigungsfelder, neue Freunde, vielleicht auch die Übernahme eines Ehrenamtes. Irgendwann komme die Zeit, in der sie selbst Eltern werden. Eine Gemeinsamkeit hatten die Schülerinnen und Schüler, Konrektorin Jutta Schätz und er. Sie alle waren heuer das letzte Jahr an der Schule tätig, wobei er gerne dafür aktiv war.

Martina Huber nahm nicht nur als Rektorin Abschied, sondern auch als Lehrerin, die die Entlassschüler unterrichtete und begleitete. Wer sein Ziel erreichte, könne stolz und zufrieden sein, aber auch die anderen können es immer noch schaffen und sollten trotzdem weiter machen. Die Möglichkeiten stehen offen und seien so gut wie selten zuvor. Dieser Abschluss sei lediglich ein Etappenziel. Das Leben halte noch viele Wege bereit. So geb es breite Straßen auf denen man schnell voran komme, wobei es allerdings nicht nur Idealfälle gebe. Es könne zu Staus kommen, gerade zum falschen Zeitpunkt. Es falle schwer, nicht alles hinzuwerfen. Aber, nach dem Überwinden von Durststrecken gehe es weiter. Man könne Abbiegungen übersehen, doch Umwege bieten oft Chancen, Dinge zu erleben mit denen man nicht rechnete. Vielleicht stelle man fest, dass die Ausbildung nicht zusage. Sie wünschte Mut, den Weg zu ändern, wenn er nicht passe. Manche seien zwischendurch auch ohne Ziel und wer einen Irrweg einschlug und sich helfe lasse, zeige Stärke. Sie wünschte, dass aus den Entlassschülern offene, tatkräftige Menschen werden, die anständig und mit Charakter ihre Zukunft gestalten und erfolgreiche den glücklichen Weg einschlagen.

Sodann warteten auf die Hauptpersonen dieses Abends die Zeugnisse, die die beiden Klassenlehrer Alois Salzberger, 9a und Konrad Radspieler, 9b, verteilten und dabei persönliche Worte mit ihnen wechselten. Heinz Zach durfteEF2018 03 namens des Elternbeirats jene Schülerinnen und Schüler mit einem Präsent belohnen, die eine Eins vor dem Komma im Zeugnis stehen haben. Wie er betonte, sei es „etwas Besonderes“, erfolgreiche Menschen auszuzeichnen. Dies waren Tony Sallmann, Jonas Harbeintner, Nina Geiger, Sebastian Fischer, Maximilian Weber, Simon Mandl, Jonas Meindl, Niklas Hölzl, Amelie Haufellner und Melanie Betz.

Danach erhielten die drei Schülersprecher Nina Geiger, Orkun Baymus und Jonas Meindl für ihre Abschlussrede die Aufmerksamkeit. Sie erinnerten sich, wie sie als Fünftklässler viele neue Eindrücke sammelten und sich zunächst nicht vorstellen konnten, fünf Jahre hier zu verbringen. Der Anfang war etwas holprig, man hatte Respekt vor den Großen. Doch aus dem zusammengewürfelten Haufen entwickelte sich im Laufe der Zeit eine harmonische Klasse. Am Ende hatten die Lehrer Recht mit ihrer Strenge und „wir haben es geschafft.“ Höhepunkte waren die Berufsorientierungstage oder die Abschlussfahrt, von der man auch einige Fotos zeigte. Die Zeit ging unglaublich schnell vorbei, die Schule wurde allen sehr vertraut und jeder könne stolz auf das Erreichte sein. So war es an der Zeit, allen Lehrern zu danken für die Kraft, die sie ihren Schülern immer wieder gaben, die Geduld und die Hartnäckigkeit, deren Nutzen man jetzt erst erkenne. Besonders bedankten sie sich bei den beiden Klassenlehrern mit Geschenken.

 

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Zehn Schülerinnen und Schüler erarbeiteten sich eine Eins vor dem Komma und wurden dafür ausgezeichnet.