Der Weg von der Information zur fertigen Zeitung

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Reisbach. (ob) Über einen Zeitraum von vier Wochen kam die „Zeitung in die Schule“. Dahinter verbirgt sich ein Projekt der „Mediengruppe Straubinger Tagblatt/Landshuter Zeitung“. Im Zuge dessen erhielten die Schülerinnen und Schüler der Klassen 9a und 9b der Maximus-von-Imhof-Mittelschule täglich je ein Exemplar des „Dingolfinger Anzeigers“ ins Klassenzimmer geliefert, das in den Unterricht integriert wurde.

Es wurde aber nicht nur darin geblättert, sondern intensiv damit gearbeitet. Zusätzlich bekamen die beiden Klassen Besuch von einer echten Fachfrau. Lehrer Timm Putz konnte Simone Ketterl von der „Freistunde“-Redaktion begrüßen. Sie kam aus Landshut, um gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern hinter die Kulissen einer Redaktion zu blicken und Wissenswertes zu vermitteln. Einleitend beschäftigte man sich mit der Frage, wie eine Tageszeitung aufgebaut ist. Man warf einen Blick auf die verschiedenen Ressorts und hier wurde schon deutlich, dass die Zeitung eine wichtige und seriöse Informationsquelle zur täglichen Wissensvermittlung darstellt.

Simone Ketterl stellte vor allem den Ablauf in der Redaktion heraus. Sie berichtete zunächst, dass dem Beruf Redakteur eine zweijährige Ausbildung, das Volontariat, vorausgeht. Während dieser Zeit ist man bereits vollwertiges Mitglied im Team und lernt das Handwerk des Journalisten mit allen Facetten kennen. Die Arbeit wird von der Frage begleitet, was den Leser interessiert. Deshalb beginnt der Tag in der Regel mit einer Konferenz, in der Themen besprochen und Termine verteilt werden. Während mancher auswärts fährt, um bei Geschehnissen vor Ort zu sein, begeben sich andere an ihren Schreibtisch, um Berichte zu verfassen. Denn am Nachmittag werden die fertigen Texte zu Seiten zusammengebaut, wobei der Redakteur auch für das Layout zuständig ist.

Die wichtigste Frage war, wie die Zeitung an die Informationen kommt. Ketterl stellte beispielsweise die Polizei als eine Quelle vor. Von ihr erfährt man, wenn etwas Größeres passiert. Ein weiteres „Standbein“ sind die freien Mitarbeiter, die aus den Gemeinden vom vielfältigen öffentlichen Leben berichten, beginnend von Vereinsveranstaltungen bis hin zur Gemeinderatssitzung. Handelt es sich um überregionale Nachrichten, so bezieht man diese über Agenturen wie die dpa. Nach dem Vortrag blieb jeweils noch Zeit, um die Fragen der Schülerinnen und Schüler zu beantworten.

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Simone Ketterl besuchte die neunten Klassen.