Sogar ein alter Personalausweis im „Fundus“

Schüler der 8. Klassen sammeln Müll rund um ihre Schule

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Reisbach. (mb) Der Umwelttag der Maximus-von-Imhof-Mittelschule hatte nicht nur einen Nutzen für die Schülerinnen und Schüler, sondern gleich für den gesamten Ort. Denn die Klasse 8a machte es sich zur Aufgabe, den Vormittag über den Unrat von den Straßen und öffentlichen Plätzen zu sammeln.

Drei Stunden nahm man sich dafür Zeit und kamen dabei ordentlich nicht Schwitzen, denn bei sommerlichen Temperaturen hatten die Beteiligten allerhand zu tun. In zwei Gruppen machte man sich auf den Weg, begleitet von den Lehrkräften Alexandra Thalhammer und Karin Wimmer. Die eine inspizierte den Radweg Richtung Stausee, marschierte durch Reith und entlang des Mitterweges und machte auch das Schulgelände sauber. Die weiteren Achtklässler nahmen sich den Volksfestplatz vor, ebenso den Sportpark. Sie suchten entlang des Baches und am Kreisverkehr in Niederreisbach, wo im übrigen der meiste Müll lag. Auch im Marktplatz hielt man die Augen auf. Vieles, so erweckte es den Eindruck, wurde einfach aus dem fahrenden Auto geworfen. Die blauen Abfallsäcke füllten sich mit etlichen Umverpackungen, Abfall, der von verzehrten Süßigkeiten zeugte und allerhand mehr, in dem Lebensmittel aufbewahrt werden.

Auffallend viele Bierflaschen wurden gefunden, Pfandflaschen, die nicht zurück gegeben wurden, eine Thermoskanne, alte Radkappen, ein Auspuffteil und sogar ein abgelaufener Personalausweis.

Am Ende übergaben die Schülerinnen und Schüler das Sammelgut am späten Vormittag an Ersten Bürgermeister Rolf-Peter Holzleitner im Beisein von Rektorin Martina Huber und der Lehrkräfte sowie allen Mitschülern im Schulhof. Die fachgerechte Entsorgung übernimmt nun der Bauhof.

Die Aktion fand im Rahmen des Umwelttages statt. Sie sollte zugleich den Symbolwert charakterisieren, dass unsere Gesellschaft unendlich viel Müll produziert. Pro Einwohner sind es laut Statistik 220 Kilo im Jahr.

Es gibt zwar viele Entsorgungssysteme, doch, wie die Realität zeigt, eben auch viele Bürger, die diese nicht nutzen und ihren Abfall einfach in die Umwelt schmeissen. Noch besser wäre es natürlich, durch konsequentes Verhalten Müll generell zu vermeiden.

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Zweifelhafter „Erfolg“ eines Vormittages im Zeichen der Umwelt.