Schüler lernten das Berufsfeld des Landwirts kennen

Ziel der 8. Klassen war der Landwirtschaftsbetrieb der Familie Rodler in Griesbach

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Griesbach (ez). Die Berufsorientierung ist ein großes Thema an der Maximus-von-Imhof-Mittelschule und zieht sich durch die verschiedenen Klassen. Die achten Klassen haben sich nun im Rahmen des AWT-Unterrichts (Arbeit-Wirtschaft-Technik) mit verschiedenen Berufssparten näher auseinandergesetzt.

Dabei stehen Landwirtschaft, Dienstleistung sowie technische Betriebe auf dem Programm, wobei man mit der Landwirtschaft den Anfang machte. Die beiden Lehrer Marian Zernikow (8a) und Julia Kuhlmann (8b) haben dieses Thema bereits im Unterricht aufbereitet und das Berufsbild „Landwirt“ näher unter die Lupe genommen. Bei einem Vor-Ort-Termin bei Martin und Susanne Rodler sollte das Erlernte nun auf einen Betrieb mit Milchviehhaltung übertragen werden.


Insgesamt sind 120 Tiere, davon 60 Milchkühe bei Rodler´s daheim, der Rest sind Jungtiere. Und die wollen natürlich entsprechend gefüttert werden. In der Halle zeigte der gelernte Landwirt die verschiedenen Futtermittel. Kühe fressen Mais, Silage, Gras, Soja, Rapsschrott, Stroh, Heu und Zuckerschnitzel „als Zuckerl obendrauf“. Für die Tiergesundheit wird zudem Mineralfutter gegeben. Rodlers legen großen Wert auf die Produkte aus dem Eigenbau, weshalb auch das meiste Futter selber auf den Feldern gepflanzt und geerntet wird.


Vom kleinen Kälbchen bis hin zur Kuh ist hier alles vertreten. Die Kälber werden zuerst mit der Erstmilch und später mit Milch aus dem „Milchtaxi“ gefüttert. Bis zu zehn Wochen ist das das Hauptnahrungsmittel der Jungtiere, erst dann wird mit dem Grundfutter ergänzt. Die Kleintiere sind zuerst in Einzelboxen untergebracht, die „Teenager“ werden in Gruppen auf Stroh gehalten. Später ziehen sie in den Laufstall um, den die Schüler natürlich auch in Augenschein nahmen und gerne die Tiere mit Futter versorgten. Zweimal täglich wird bei Rodlers gemolken. Vor dem Melkstand ist der „Vorwartehof“, hier warten die Kühe bis sie dran sind. Zwölf Kühe haben im Fischgrät-Melkstand auf einmal Platz. Eine Kuh gibt durchschnittlich pro Tag 25 Liter Milch, die im Tank gesammelt und gekühlt wird, bis sie von der Molkerei abgeholt wird. Die Privat-Molkerei Bechtel von den „Naabtaler Milchwerke“ verarbeitet die Milch dann zu Joghurt, Trinkmilch, Frischkäse, Butter und vieles mehr.

Martin Rodler ist schon zum wiederholten Male Gastgeber von Schulklassen und stellte zu dem Erlernten den Praxisbezug her und konnte zudem noch weitreichendes Wissen über das Berufsfeld „Landwirt“ vermitteln. So erläuterte er vorab das Arbeitsleben und den Alltag in der Landwirtschaft, geregelte Arbeitszeiten wie in einer Fabrik sind hierbei nicht anzutreffen, denn „man lebt in der Arbeit“. Doch auch der Punkt Freizeit habe natürlich seinen festen Platz darin.

Natürlich standen die Gastgeber für die vielen Fragen zur Verfügung, die die Schüler bereits vorbereitet hatten. Fazit des Besuchs war, dass Familie Rodler viel Freude mit und an ihrer Arbeit hat und sie sehr vielseitig und abwechslungsreich ist. Der im Volksmund „einfache Bauer“ habe umfangreiches Wissen in verschiedenen Fachbereichen vorzuweisen und besucht zudem regelmäßig Fortbildungen, um auf dem aktuellen Stand zu bleiben.

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Martin und Susanne Rodler stellten den Beruf Landwirt näher vor