Mittelschüler informierten sich

Altenpflege ein Beruf mit hohen Aufstiegs- und Weiterbildungsmöglichkeiten

Apfl19

Reisbach. Um die Entscheidungsfindung in Sachen Berufswahl zu erleichtern, stellt die Maximus-von-Imhof-Mittelschule die Unterstützung der Schülerinnen und Schüler diesbezüglich auf eine breite Basis.

So lernten die beiden achten Klassen im Rahmen der Berufsorientierung am Dienstag die Berufsfachschule für Altenpflege und Altenpflegehilfe in Arnstorf kennen. Sie bildet Altenpfleger und Pflegefachhelfer aus.

Die beiden Klassenlehrerinnen Eva Stich, Klasse 8a und Julia Kuhlmann, Klasse 8b, konnten für jeweils zwei Unterrichtsstunden den Schulleiter Stefan Schwiewitz und Schülerin Ünce Kader begrüßen. Sie war selbst an der Reisbacher Mittelschule und ist zwischenzeitlich im dritten Ausbildungsjahr. Auch die Berufseinstiegsbegleiter Fritz Hein und Christina Merl waren vor Ort, nachdem acht Schülerinnen und Schüler von der Berufseinstiegsbegleitung mit dabei waren. Immer wieder entscheiden sich Absolventen der örtlichen Mittelschule für diesen Berufsweg.

Im Grunde ist das, was man in diesem Beruf macht, sich um Großeltern zu kümmern und zwar auf professioneller Ebene. Die Ausbildung, so informierte der Schulleiter, soll zur selbständigen, eigenverantwortlichen und ganzheitlichen Pflege befähigen. Dazu trägt das Lernfeldkonzept bei, denn die Unterrichtsinhalte werden nicht mehr über Fächer definiert, sondern über Lernfelder. Altenpflegeausbildung heißt unter anderem: Menschen personen- und situationsbezogen zu pflegen, sie anleiten, beraten und Gespräche führen, bei der medizinischen Diagnostik und Therapie mitwirken, aber auch ältere Menschen bei der Tagesgestaltung zu unterstützten. Vorgestellt wurde der Unterschied zwischen Behandlungs- und Grundpflege. Die einjährige Ausbildung zum Pflegefachhelfer hat die Grundpflege zum Schwerpunkt. Wer die Mittelschule erfolgreich absolviert und 16 Jahre ist, kann diesen Weg einschlagen. Hinzu kommt die Möglichkeit einer dreijährigen Qualifizierung zum Altenpfleger, bei der die Behandlungspflege intensiviert wird. Sie kann auch auf die einjährige Ausbildung aufbauen.

Die Schule in Arnstorf, die sich im Parkwohnstift befindet, bildet zudem dual aus. In der Ausbildung kommt es künftig zu Änderungen, nachdem einige Pflegeberufe generalisiert werden.

Während des Besuches der Klassen blieb es jedoch keinesfalls beim theoretischen Vortrag. Die Schülerinnen und Schüler maßen ihren Puls im Ruhezustand und nach Bewegung und konnten somit auch ihre Körperwahrnehmung trainieren. Zusätzlich wurden Blutzuckerkontrollen durchgeführt.

Stefan Schwiewitz betonte, dass die Pflege allgemein Nachwuchs braucht und wer sich für dieses Berufsfeld entscheidet, hat viele Möglichkeiten, sich auch fort- und weiterzubilden und eine der attraktiven beruflichen Entwicklungsmöglichkeiten zu realisieren bis hin zur Heimleitung oder zum Studium im Pflegebereich.

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Die Achtklässler bekamen auf interessante Weise Einblicke in die Pflegeberufe vermittelt.