Einblick in ein Gerichtsverfahren

Besuch einer Gerichtsverhandlung im Amtsgericht Landau durch die 7. Klassen

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Reisbach. (mb) Wie läuft ein Gerichtsverfahren ab? Welche Personen sind an einer Verhandlung beteiligt? Wie wird ein Strafmaß für den Angeklagten festgelegt? Dies und noch vieles mehr durften die siebten Klassen der Maximus-von-Imhof-Mittelschule Reisbach kürzlich bei einem Gerichtsverfahren im Amtsgericht Landau live miterleben.

Die Mädchen und Jungen fuhren gemeinsam mit ihren Klassenlehrern Konrad Bachmeier und Tim Putz mit dem Bus nach Landau ins Amtsgericht. Am Amtsgericht angekommen, mussten sich die Schülerinnen und Schüler einem kurzen Security-Check unterziehen. Anschließend wurde zunächst die Klasse 7a in den Gerichtssaal geführt und durfte dort als „Publikum” Platz nehmen. Alle mussten mucksmäuschenstill sein, da eine Gerichtsverhandlung nicht von den Zuhörern beeinflusst oder gestört werden darf.

Während der Staatsanwalt und die Schriftführerin bereits im Gerichtssaal Platz genommen hatten, betrat nach kurzer Zeit die Strafverteidigerin gemeinsam mit dem Angeklagten den Saal und sie setzten sich auf ihre Plätze. Darauf betrat auch schon der Richter den Raum. Alle Anwesenden standen als Zeichen des Respekts auf und setzten sich erst nach Aufforderung wieder hin.


Nachdem der Richter die Personalien des angeklagten jungen Mannes aufgenommen hatte, kam man schnell zur Sache. Der Vorwurf „Trunkenheit am Steuer“ wurde durch die Zeugenaussage eines Polizisten gestützt. Geduldig beantwortete der junge Polizist die Fragen der Verteidigerin und des Richters zum Geschehen. Nach einem kurzen Plädoyer des Staatsanwaltes wurde das Urteil gesprochen.


Zur zweiten Verhandlung um 10 Uhr, welche die Jugendlichen der Klasse 7b besuchen wollten, kam es leider nicht, da der Angeklagte nicht zum Gerichtstermin erschien. Stattdessen durften die interessierten Schülerinnen und Schüler dem Richter Fragen stellen. Dieser berichtete über häufige Straftaten Jugendlicher und damit verbundene Strafen und Erziehungsmaßnahmen. Auch verschiedene Ausbildungsmöglichkeiten am Amtsgericht wurden den Schülerinnen und Schülern vorgestellt.


Gegen 11 Uhr traten die beiden siebten Klassen die kurze Heimfahrt zurück nach Reisbach an. Nach diesem Erlebnis ist allen klar geworden, dass ein Gerichtsverfahren eine sehr ernste Sache ist und dass man niemals in die Situation eines Angeklagten kommen möchte.

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Die Siebtklässler besuchten das Amtsgericht.