Stolz sein auf das Geleistete

Verabschiedung an der Maximus-von-Imhof-Mittelschule

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Reisbach. (mb) 40 Schülerinnen und Schüler wurden von der Maximus-von-Imhof-Mittelschule am Donnerstag verabschiedet. Viele lobende Worte begleiteten die Jugendlichen, die „auf dem besten Weg sind, erwachsen zu werden.“ Unter anderem mit dem Ratschlag, niemals aufzugeben und ihre Talente zu zeigen. Sie meisterten die Corona-Herausforderung. Das zeigte die Tatsache, dass sie das Niveau der Abschlussnoten der Vorjahre hielten, obwohl die Standards der Prüfungen unverändert waren.

In der Doppelsporthalle fanden die Entlassschüler und deren Eltern mit dem nötigen Abstand Platz. Hier leitete Rektorin Martina Huber am frühen Abend die Feierstunde ein. Vor allem galt ein Gruß den beiden 9.Klassen mit den Lehrkräften Alexandra Thalhammer und Alois Salzberger sowie den Eltern.  Die Schüler dürfen stolz auf das Erreichte sein. Gut 80 Prozent bestanden den Quali. Sie bescheinigte allen, dass sie sich sehr anstrengten, hielten auch während der Schulschließung durch und manche kamen beim Lernen zuhause sogar richtig in Fahrt. Bestätigung dafür, dass sie mit schwierigen Situationen umgehen und das Beste daraus machen können. Genau diese Gewissheit sollten sie bitte in die Zukunft mitnehmen. „Vertraut auf Eure Fähigkeiten. Seit kritisch aber offen für die Mitmenschen und gestaltet Eure Zukunft.“ Erster Bürgermeister Rolf-Peter Holzleitner formulierte etliche Gedanken, wobei er zugleich für die Zweite Bürgermeisterin des Marktes Simbach Petra Schulte sprach. Er erinnerte sich daran, wie er selbst den Quali schrieb, damals in der alten Turnhalle. Die Situation, die die Entlassschüler erlebten, gab es bisher noch nie. Sie wurden aus dem gewohnten Ablauf gerissen, mussten sich auf Homescooling umstellen. Nun komme etwas Neues und Ungewisses. Dabei sollten sie nicht die Freundschaften und Menschen hier vergessen, sollten aber auch neue Freunde suchen. Wenn sie nun aus dem Haus gehen, sei dies ein Schritt ins Erwachsenenleben. „Ihr übernehmt Verantwortung für diese Gesellschaft.“ Die persönlichen Abschiedsreden der beiden Klassenlehrer Alexandra Thalhammer und Alois Salzberger ließen unschwer erkennen, dass ihnen die 9a und die 9b sehr ans Herz gewachsen  waren. Die fanden viele treffliche Worte und ließen so allerhand Erlebnisse und Erinnerungen nochmals wach werden. Zugleich zeigten sie sich dankbar gegenüber dem Umfeld für die Unterstützung, das Verständnis und das gute Miteinander.

Für Alexandra Thalhammer werde die 9a die „Nummer eins“ bleiben, ihre erste Abschlussklasse. Drei Jahre unterrichtete sie diese Klasse, was

1095 Tage entspreche. Man musste sich „zusammenraufen“, doch bald war Hilfsbereitschaft selbstverständlich. Es wurde viel gelacht und die letzten Wochen bereitete man sich intensiv auf die Prüfungen vor, wobei die Meisten bis zum Schluss durchhielten. Während sie immer nervöser wurde, waren die Schüler völlig tiefenentspannt. „Diese Noten haben Euch viel Mühe gekostet. Ihr könnt stolz auf euch sein. Ich bin es mit Sicherheit.“ Sie legte ihnen ans Herz, zu zeigen, was in ihnen stecke.

„Zwei Jahre schweißen zusammen“, so Alois Salzberger, der traurig war, diese Truppe abgeben zu müssen. Er berichtete allerhand Begebenheiten aus dem Schulalltag und wie der Unterrichtsstoff von manchem interpretiert wurde, worüber man im Nachhinein an diesem Abend schmunzeln konnte. Der Klasse selbst stellte er ein gutes Zeugnis aus ob des menschlichen und angenehmen Miteinanders. Jeder wurde wahrgenommen wie er war. Nun komme ein nächster Abschnitt, was nichts Schlechtes sei, nur etwas Neues. In einer Bildpräsentation, mit Musik untermalt, wurden alle Entlassschüler sowie manche Ereignisse über den regulären Schulunterricht hinaus gezeigt. Sodann verliehen die beiden Klassenlehrer die Abschlusszeugnisse, wozu jeder einzeln nach vorne gebeten wurde.

Fünf Schülerinnen und Schüler erreichten eine Eins vor dem Komma.

Elternbeiratsvorsitzende Regina Obermeier durfte ihnen namens des Elternbeirates mit einem Präsent gratulieren, nämlich Dilara Yaldir, Florian Frischhut, Paul Aigner, Murat Ünce und Tobias Grüning. In der Regel sind die Schulbesten vom Landrat eingeladen, was heuer aufgrund der Corona-Pandemie nicht der Fall ist. Somit durfte Martina Huber stellvertretend für Landrat Werner Bumeder Dilara Yaldir als Schulbeste auszeichnen und ihr den Ehrenpreis des Landrats überreichen. Auf sie warteten ein Landkreisbuch mit Widmung sowie die Urkunde des staatlichen Schulamtes.

Die letzte Rede dieses Abends hielten die Schülersprecher Stefan Bentlohner und Dilara Yaldir sowie Klassensprecherin Anika Buchauer mit einem Blick zurück auf die fünf Jahre Schulzeit an der Mittelschule Reisbach. Mit Näherrücken des letzten Schultages denke man auch daran, wie schön diese Zeit war, wie viele schöne Erinnerungen man habe. Gerne ging man wohl deshalb zur Schule, weil man sich hier „heimisch“ fühlte.

In der „kleinen Schulfamilie“ kenne jeder so ziemlich jeden. Hinzu komme das Engagement vieler Lehrer über das normale Maß. Sie dankten den Lehrern fürs Motivieren und Begleiten während Corona. Sie dankten auch für die gute Wertevermittlung. „Sie haben einen großen Teil dazu beigetragen, uns zu dem Menschen zu machen, der wir heute sind und auch in Zukunft sein werden.“ Auch ihren Eltern dankten sie für die stete Unterstützung und Glauben an sie. Einen extra Dank richteten sie an die beiden Klassenlehrer, wohl wissend um deren Verdienste für die Entlassschüler. Wenn sie selbst einmal Kinder haben, werden sie bestimmt die ein oder andere Geschichte mit einem Lachen auf dem Lippen erzählen.

„Ein neuer Abschnitt unseres Lebens beginnt und wir rücken immer ein Stück weiter an die Selbständigkeit heran.“  Man schaue traurig auf die Vergangenheit und mit großer Neugier in die Zukunft. Auch wenn niemand wisse, was das Leben bringen wird, wisse man, dass sie von der Schule gut vorbereitet wurde. „Wir haben viel gelernt und nun können wir den nächsten Abschnitt beginnen.“ Mit der Überreichung von Geschenken durch die Schüler an jene, die sie an der Mittelschule begleiteten, ging die Zeugnisverleihung zu Ende.

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In ihrer Abschlussrede packten die Schüler viele Dankesworte.

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Fünf Entlassschüler erhielten ein Zeugnis mit einer Eins vor dem Komma, wofür sie ausgezeichnet wurden. Es gratulierten Elternbeiratsvorsitzende und Klassenlehrer.

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Mit den nötigen Sicherheitsabständen war eine offizielle Zeugnisverleihung möglich.